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Hier finden Sie meine Internet-Präsenz www.familienpolitik.net

Seit langem besch√§ftige ich mich mit familienpolitischen Themen und werde meine Erfahrungen, Analysen und auch Ausz√ľge aus meinen Artikeln und Vortr√§gen hier √∂ffentlich verf√ľgbar machen.      

Hans Staub

Brandaktuelles

Im M√§rz 2009 finden Sie neu Vorschl√§ge f√ľr eine Reform der Pendlerpauschale 2010. In dem Zusammenhang weise ich auch nochmals auf die letzten Updates und Berechnungen zur bisherigen Pendlerpauschale hin.

Thema Finanzkrise: Hier aktuelle Daten, die Ihnen die Augen √∂ffnen: Wem dienen die Bankenrettungspakete wirklich - wer muss bezahlen - warum wir einen ‚ÄúNew Deal‚ÄĚ brauchen!

Der Artikel zum Thema Lohnquote ist  erg√§nzt worden mit neuen Daten vom 2. Halbjahr 2008. Sie finden ihn hier: Lohnquote

Ferner habe ich u.a. folgende Artikel  eingestellt:

Lohnquote (2008)

Pendlerpauschale (Updates November 2008)

Bauförderung (Dezember 2007) mit einem ergänzenden Ländervergleich

Elterngeld und Kinderbetreuung in Norwegen: Modell f√ľr Deutschland? (erg√§nzt April 2006)

Beispielrechnungen zum neuen Progressionsvorbehalt beim Elterngeld

Wie der Familienlastenausgleich br√∂ckelt: 10 Milliarden weniger f√ľr Familien seit 2004 (erg√§nzt April 2006)

Fr√ľhere Artikel (Dezember 2003) finden hier zur Familienvertr√§glichkeitspr√ľfung und zur Auswirkung des Merz-Steuermodells auf den Familienlastenausgleicht.

Unter Kindergeld finden Sie einen Vortrag von mir, den ich am 29.04.2003 in Weingarten gehalten habe.

Unter Rente finden Sie einen weiteren Artikel von mir zum Thema Anerkennung der Kindererziehungsleistung.

Hier ist mein Artikel zum Kindergeldzuschlag (August 2003)!

Und hier finden Sie einen Beitrag zur Familienhilfe in der GKV.

Beitrag f√ľr die erste ‚ÄěForum Familie‚Äú Ausgabe Fr√ľhjahr 2003

 

Mehr Kinderbetreungsangebote allein gen√ľgen nicht

Dass Kindererziehung zu gro√üen Benachteiligungen f√ľr Eltern f√ľhren kann, hat das Bundesverfassungsgericht schon 1992 in seinem ‚ÄěTr√ľmmerfrauenurteil‚Äú festgestellt. Der Wegfall eines Erwerbseinkommens und die hinzukommenden Kosten f√ľr den Kindesunterhalt schw√§chen die √∂konomische Situation der Eltern gegen√ľber Kinderlosen betr√§chtlich. Von Armut sogar bedroht sind insbesondere Familien mit mehreren Kindern in Verbindung mit niedrigen Einkommen oder Arbeitslosigkeit der Eltern. Obwohl z. B. in den letzten 26 Jahren die Erwerbsquote der Frauen mit Kindern unter 18 Jahren in Baden-W√ľrttemberg von rund 50 vH. auf rund 70 vH. angestiegen ist, konnte dieser zunehmende Verarmungsprozess nicht gestoppt werden.

Wer glaubt, die schlechte wirtschaftliche Lage der Familien lie√üe sich allein durch mehr Betreuungsm√∂glichkeiten f√ľr Kinder zur besseren Vereinbarkeit von Kindererziehung und Beruf nachhaltig verbessern, irrt sich. Die realistischen Beispiele in der Tabelle sollen zeigen, dass auf der einen Seite die Aufgabe der Erwerbst√§tigkeit der Mutter und der hinzukommende Kindesunterhalt zu einem sozialen Abstieg f√ľhren k√∂nnen. Das hei√üt auch, dass sich die Familien mit unteren bis durchschnittlichen Einkommen ‚Äď das ist die Masse der Familien - den Verzicht auf das zweite Erwerbseinkommen schlicht nicht leisten k√∂nnen (Beispiel 1). Junge Frauen stehen auch oft vor der Alternative, sich entweder f√ľr den Beruf oder f√ľr ein Kind bzw. ein weiteres Kind zu entscheiden. Hier wird geholfen, wenn der Gesetzgeber die Grundlagen f√ľr eine bessere Vereinbarkeit von Familient√§tigkeit und Erwerbst√§tigkeit schafft. Dazu ist er nach Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts verpflichtet.

Zwischendurch muss gesagt werden, dass nur Arbeitspl√§tze angenommen  werden k√∂nnen, die angeboten werden. 

Auf der anderen Seite kann eine R√ľckkehr in den Beruf  durch Annahme eines Teilzeitarbeitsplatzes ‚Äď mehr ist meist nicht zu schaffen - die wirtschaftliche Lage der Familien nur wenig verbessern. Aufwand und Ertrag stehen oft in keinem akzeptablen Verh√§ltnis mehr zueinander. Dem etwas h√∂heren Nettoeinkommen (siehe Beispiel 2) stehen zus√§tzliche Aufwendungen gegen√ľber. So f√§llt h√§ufig die Befreiung von Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (Einkommensgrenze f√ľr vollst√§ndige Bezahlung bei einer Familie mit zwei Kindern z. B. 1785 Euro) weg, die Berechtigung von Wohngeld- und Erziehungsgeldleistungen geht verloren, h√∂here Kinderbetreuungskosten und Mobilit√§tskosten (z. B. ein zweites Auto) fallen u. a. an. Von dem zus√§tzlichen Einkommen bleibt h√§ufig nur noch ein kleiner Teil √ľbrig. Es bleibt die Frage, ob sich der erhebliche Aufwand einer Teilzeitbesch√§ftigung  unter den derzeitigen Rahmenbedingungen √ľberhaupt lohnt.

Zudem f√ľhren l√§ngere Teilzeitperioden immer noch zu einer v√∂llig unzureichenden Alterssicherung. Eine Forderung f√ľr die kommende Rentenreform ist wichtig: Das Rentensystem muss zugunsten von Teilzeitt√§tigkeiten ge√§ndert werden.

 

Erziehende, die wegen ihrer Kinder jahrelang zu Hause geblieben sind, tragen auch ein erhebliches Risiko bei der gew√ľnschten R√ľckkehr in den Beruf. Dieser Wunsch kann sich leicht als Illusion erweisen. Oft bleibt den Kindererziehenden eine wieder aufgenommene Erwerbst√§tigkeit auf dem gleichen Einkommens- und Qualifikationsniveau wie vor der Kindererziehung versagt. F√ľr teilzeitarbeitende Erziehende trifft dies besonders zu, da Teilzeitverdienste deutlich geringer ausfallen. Qualifizierte Teilzeitarbeitspl√§tze mit entsprechender Bezahlung und einem Anspruch auf gleitende Arbeitszeiten sind immer noch eher die Ausnahme. Wiedereingliederungshilfen f√ľr Kindererziehende nach einer Zeit der Erwerbst√§tigkeit m√ľssen noch mehr als bisher gew√§hrt werden.

Zusätzlich zu mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind weitere Maßnahmen erforderlich:

  • Entlastung der Erziehenden bei den Sozialversicherungsbeitr√§gen, 89,50 Euro je Kind
  • 200 Euro Kindergeld ab 2004
  • Eine bessere Anerkennung der Kindererziehung in der Rentenversicherung, 1/3 Entgeltpunk pro Jahr schon ab dem ersten Kind
  • Eine bessere Anerkennung der Teilzeitarbeit in der Rentenversicherung
  • Mehr (qualifizierte) Teilzeitarbeitsspl√§tze mit familienfreundlichen Arbeitszeiten
  • Entlastung der Familien bei den indirekten Steuern, zuk√ľftige Belastungen durch Erh√∂hungen der Mehrwertsteuer m√ľssen f√ľr Familien kompensiert werden.

Hans Staub, Diözesanvorsitzender des Familienbundes der Katholiken Diözese Rottenburg-Stuttgart

Hier können Sie mich per Email kontaktieren.

Besser ist im Moment aber, mir ein Fax zu senden: 07461/164468.

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